Der Obus- und Duo-Bus-Betrieb in Esslingen am Neckar

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Obus 13 auf dem städtischen Bauhof in Zell

Bilder aufgenommen am 20.04.2001 von Ronald Kiebler und Ralf Maggi

Obus 13 gelangte nach fast 20 Jahren Standzeit auf dem Reichenbacher Schrottplatz auf den städtischen Bauhof des Grünflächenamtes in Zell. Dort wurde er von Januar bis Juli 2001 von Auszubildenden des BAZ für sein weiteres Dasein auf einem Spielplatz in St. Bernhardt hergerichtet. Am 12.07.01 wurde das Übrigbleibsel des Obusses zum Spielplatz am Bernhard-Denzel-Weg transportiert. 

Über die Arbeiten des BAZ am Obus 13 schrieb die Esslinger Zeitung am 10.05.2001:

 

Eine Hütte auf vier Rädern
BAZ-Jugendliche rüsten ausrangierten Obus für Spielplatz um

Von Claudia Bitzer - Es gibt Modelle des Jahrgangs 1955, die im zarten Alter von 45 eine ganz neue Karriere starten: Noch vor einem Jahr drohte einem Esslinger Obus-Oldie die totale Verschrottung. Mittlerweile polieren ihn Jugendliche des Beruflichen Ausbildungszentrums (BAZ) wieder auf. Wenn seine Räder auch nie mehr rollen werden, so wird er doch den Weg vom Reichenbacher Schrott- auf einen Esslinger Spielplatz schaffen.

Der Obus und seine Retter (von links): Michael Gayer, Dirk Wissmann, Jochen Brasse, Sara Seybold, Slawa Arnt vom BAZ, Obus-Experte Ronald Kiebler und die Spielplatz-Fachleute Bernd Junge, Isabel Könekamp und Joachim Schuch. Foto: Lahoti

Es war keine Liebe auf den ersten Blick - schon eher das herbe Gefühl: "Schrott, lass nach!" Doch mittlerweile haben Sara Seybold, Dirk Wissmann, Michael Gayer und Slawa Arnt eine Menge Spaß an der Schönheitskur für ihren Obus, Baujahr1955, der bis 1980 zwischen Obertürkheim und den Lerchenäckern pendelte. Das Quartett von Ausbilder Jochen Brasse gehört zu den zwei Teams des Beruflichen Ausbildungszentrums (BAZ) in der Esslinger Urbanstraße, die derzeit auf dem Zeller Bauhof den maroden Oberleitungsbus mit dem Werbe-Schriftzug der Eßlinger Zeitung zur multifunktionalen Hütte auf vier Rädem für den Spielplatz am Bernhard-Denzel-Weg umrüsten. Anfang Juli muss der Bus dann nach St. Bernhardt verfrachtet werden. Denn dann erwarten Joachim Schuch, Gemeinwesenarbeiter im Neubaugebiet Flandernstraße, Bernd Junge vom Grünflächenamt und Landschaftsarchitektin Isabel Könekamp 15 Jugendliche aus der ganzen Welt zu einem Workcamp auf der Baustelle: Zwischen dem Neubaugebiet Flandernstraße, dem Hochschulzentrum und der Grundschule St. Bernhardt entsteht nämlich derzeit einer der größten Spielplätze Esslingens. Für 435 000 Mark wird das in die Jahre gekommene Areal saniert und flächenmäßig aufgestockt - mit vorbildlichem Engagement von Eltern, Schulen, Technischem Hilfswerk und und und... 

Das BAZ greift jetzt mit der Bussanierung ein. Wie berichtet, drohte dem Obus noch im vergangenen Jahr die totale Verschrottung - bis die EZ über sein trauriges Dasein berichtete und man im Esslinger Grünflächenamt auf ihn aufmerksam wurde. Ein Tieflader hatte den Oldie dann mit finanzieller Unterstützung der EZ vom Reichenbacher Schrottplatz nach Zell gekarrt, wo ihn die Jugendlichen seitdem aufmöbeln. Sie haben bereits alle maroden Verkleidungen herausgerissen und sind derzeit dabei, dafür stabile Alubleche zu verschrauben. Im Businneren wird eine kleine Werkstatt entstehen. Außerdem sollen dort künftig Spielgeräte Platz finden. Denn auch nach der Bauzeit wird der Bus auf dem Spielplatz stehen bleiben. Abschließbare Türen sollen dafür sorgen, dass er sich nicht abends zum unerwünschten Treff entwickelt. Und was bringt die Schufterei den BAZ-Teams? Bei Vorhaben wie diesen gehe es für die Jugendlichen ohne Berufsabschluss nicht nur um handwerkliche oder praktische Problemlösungen, sondern auch um die Einhaltung von Arbeitszeiten und ums Durchhaltevermögen, erläutert Brasse. Jetzt haben seine Jungs und Mädchen aber auch mehr Verständnis für Obus-Liebhaber Ronald Kiebler, der sich so für den Erhalt des Uralt-Gefährtes stark gemacht hatte und der Gruppe mit Rat und Tat zur Seite steht.

 

 

Obus 13 auf dem städtischen Bauhof in Zell

 

 

 

Fahrerplatz von Obus 13

 

 

 

Nur wenige Fahrzeugteile sind noch vorhanden:

Teile des Fahrschalters BBC FS10

das Differentialgetriebe (Kegelradgetriebe)

 

 

 

'Fahrgastflußprinzip'

Einer von mehreren, hinter der Seitenverkleidung gefundenen Fahrscheinen (60er-Jahre)

 

 

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