Der Obus- und Duo-Bus-Betrieb in Esslingen am Neckar

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Jahresübersicht 1993
1993   (nur Linien- und Überlandlinienfahrzeuge)

      

Typ  Anzahl  

Betriebsnummer 

       
Zweiachs-Obusse: 1   205, (22)
Gelenkobusse: 4   201-202, 203-204
DUO-Gelenkbusse:   18   307, 310-316, 317-323, 324, (325-326)*
Zweiachs-Dieselbusse: 19   010-025 (ohne 013), 96-97, 060-061
Diesel-Gelenkbusse:   2   110, 306**
total: 44    
* seit 12/1993 angemeldet, noch nicht in Betrieb

** 09/1993: Umbau zum Dieselbus

 
Januar Duo-Bus 324 kommt dauerhaft in Potsdam zum Einsatz und kehrt erst im Dezember 1993 wieder nach Esslingen zurück
Februar Inbetriebnahme des neuen Unterwerkes Vogelsang und Abschaltung des ältesten Unterwerkes Schelztor (19.2.)

Erneuerung des Fahrdrahtes und der Fahrdrahtaufhängung im Bereich des ehemaligen Schelztorgymnasiums

Austausch sämtlicher Weichen-Richtungsanzeigen gegen LED-Anzeigen 

Mai Fahrbahnbelagerneuerung der Buswartespur Lerchenäcker erfordert Verlegung der Haltestelle in die Wendeschleife, Verschiebung der Fahrleitung und Entfernung des Einfädeltrichters. Eventuelles Eindrahten geschieht manuell. Ausnahmsweise bedienen auch Vetter-Obusse und Obus 205 die Linie 101 abends bis Betriebsschluss (3.-14.5.). Der Einfädeltrichter wurde am 17.5. wieder montiert.

Ausgedehnte Leserbriefdiskussion in der EZ über den Duo-Bus-Betrieb. Auslöser war ein Beitrag des "Zwieblingers", der die ständige "Dieselei" der Duo-Busse unterm Fahrdraht anprangerte.

Juni Ab 18.6. sind sämtliche Duo-Busse elektrisch betriebsfähig. Dieser Zustand währt immerhin vier Wochen.
Juli Entzerrung des Oberleitungsnetzes an der Mettinger Kreuzung Schenkenberg-/Cannstatter-/Obertürkheimer Str. Es erfolgt eine Veränderung verschiedener Aufhängungspunkte, schlecht platzierte Masten werden entfernt. Die seit 1973 vorhandene Fahrleitung von der Cannstatter Str. in die Obertürkheimer Str. wird demontiert, und das Tragwerk der verbleibenden Fahrleitungsanlage wird erneuert. Es entfällt eine E-Weiche, eine Einlaufweiche und eine Kreuzung.
August Häufige Entdrahtungen an der Einfahrt der Wendeschleife Obertürkheim infolge extremer Fahrbahnverengung durch eine Baustelle
September Am 17.09. dreht Wagen 306 erstmals als reiner Dieselbus seine Runden. Die mangelnde Verfügbarkeit im E-Betrieb seit etwa 1 1/2 Jahren und die bevorstehende Außerdienststellung des Gelenkomnibusses 109 führen zu diesem Umbau. 
Oktober 01.10.93: Integration in die Verbundstufe 1 des VVS und Umrüstung der Linienfahrzeuge auf elektronische Fahrscheindrucker. 

Teilweise Masterneuerung und vollständige Neuerrichtung der 1961 montierten SSW-Fahrleitungsaufhängung in der Schorndorfer Straße. In der oberen Hälfte der Straße wird die Straßenbeleuchtung ebenfalls erneuert und mit Querdrähten an den Obusmasten abgespannt. Es verbleiben nur noch wenige nicht modernisierte Abschnitte im Netz.

November Permanente Schwierigkeiten mit der Rückstellung der Schnellfahrweiche am "Lido" führen zum vorübergehenden Einbau eines Fahrleitungskontaktes
Dezember Obus 22 kehrt nach mehr als sechs Monaten generalüberholt von der Fa. Vetter zurück

Zum Jahresende sind 5 Duo-Busse und 2 Obusse elektrisch nicht betriebsfähig 

   
Sonstiges  Seit dem Winter 1992/93 befährt bei drohender Fahrleitungsvereisung der "Enteiser-DUO-Bus" 319 das gesamte Netz. Der Wagen rückt bei Frostgefahr um ca. 23 Uhr angedrahtet im Dieselbetrieb aus, und besprüht - mittels Düsen an extra umgebauten Stromabnehmerköpfen - beide Fahrdrähte mit Frostschutzmittel. Die Fahrgeschwindigkeit beim Enteisen beträgt 20-30 km/h. Linienbusse dürfen die besprühten Abschnitte erst wieder am nächsten Morgen elektrisch befahren. Die Stromabnehmerköpfe müssen für den elektrischen Linienbetrieb von Duo-Bus 319 durch herkömmliche ersetzt werden.

Trotzdem funktioniert der elektrische Betrieb bei starkem Frost bzw. Schneefall nicht zufriedenstellend (eine Ausnahme bilden die Vetter-0busse), so dass es bei winterlichen Verhältnissen erst im Lauf des Tages zu einem halbwegs befriedigenden elektrischen Verkehr kommt.

Das Netz der Linie 101 wurde 1993 an 72 Tagen zumindest zeitweise und teilweise abgeschaltet. Meistens konnte infolge Bau- und Revisionsarbeiten an der Oberleitung nicht elektrisch gefahren werden. Die Abschaltung wegen Straßenbauarbeiten hielt sich sehr in Grenzen.

Im ersten Halbjahr war eine weitere Flexibilisierung im Einsatz der elektrischen Fahrzeuge zu erkennen. Dies kam vor allem dadurch zum Ausdruck, dass einzelne Kurse der Linie 101 zum Teil zweimal am Tag ausgewechselt wurden, um einen elektrischen Betrieb bis zum Einrücken zu gewährleisten. Auch war eine Zunahme der manuellen Eindrahtungen an der Endhaltestelle Obertürkheim zu beobachten. Diese Verbesserungen blieben durch die wieder zunehmenden Fahrzeugausfälle im E-Betrieb während des zweiten Halbjahres leider wirkungslos.

Im einzelnen hatten folgende Wagen zum Teil mehrfach lang andauernde Ausfälle im E-Betrieb:
201, 203, 204, 306, 310, 316, 317, 318, 319 und 323.

Der Ausfall von zum Teil sieben bis acht Fahrzeugen im E-Betrieb gleichzeitig und dauerhaft, ließ einen vollelektrischen Betrieb nicht zu.

Elektrisches Aus- und Einrücken der DUO-Busse bleibt weiterhin ein Ereignis mit Seltenheitswert. Die elektrische Bedienung der vollelektrifizierten Linie 118 war (bis auf den Grundkurs) auch 1993 absolut unzureichend, ebenso der elektrische Betrieb ab 20 Uhr auf den Linien 119 und 120.

Ein Paradebeispiel für den katastrophalen Service des Herstellers für die O 405 GTD ist Wagen 318, der im Jahr 1993 insgesamt nicht einmal vier Monate elektrisch betriebsfähig war.

 

© 2000-2017  R. K.