Der Obus- und Duo-Bus-Betrieb in Esslingen am Neckar

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Eine wichtige Informationsquelle dieser Homepage stellen die örtlichen Zeitungen dar, die ständig über Nahverkehrsthemen im Kreis Esslingen berichten. Die hier präsentierte Zusammenstellung von Presseberichten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es werden hier vorwiegend Artikel wiedergegeben, die sich direkt oder indirekt mit dem Obus- und Duo-Bus-Verkehr des Städtischen Verkehrsbetriebes Esslingen befassen.

zu den  Leserbriefen  (letzter Eintrag vom 12.08.2017)

Esslinger Zeitung

16.09.2019

Esslingen baut ökologisch um
Stuttgarter Nachrichten

09.09.2019

Esslingens neue Oberleitungsbusse

Esslinger Zeitung

07.09.2019

SVE schafft Dieselbusse ab

Esslinger Zeitung

19.04.2019

Start für den Ausbau der Esslinger Oberleitungen
Stuttgarter Zeitung

14.04.2019

Esslingen baut das O-Bus-Netz weiter aus
Stuttgarter Zeitung

18.03.2019

Nicht ins Museum - auf die Straße

Esslinger Zeitung

18.03.2019

Verkehrsbetriebe feiern 75 Jahre Oberleitungsbus in Esslingen

Oberleitungsbus ist kein Exot in Esslingen

Esslinger Zeitung

16.03.2019

Bürger feiern 75 Jahre O-Bus
Stuttgarter Zeitung

08.03.2019

Esslinger Obusse werden 75

Geschichte: O-Busse gehören seit 1944 zum Esslinger Stadbild

Focus Online

10.10.2018

Neuer technischer Werkleiter gewählt

Stuttgarter Zeitung

Stuttgarter Nachrichten

Esslinger Zeitung

26.06.2018

Mehr Tempo im öffentlichen Nahverkehr

 

ÖPNV soll noch mehr Fahrt aufnehmen

Esslinger Zeitung

Stuttgarter Zeitung

Focus Online

19.12.2017

 

Weichenstellungen für die Zukunft des Busverkehrs

Calwer Unternehmen fährt künftig für den SVE

 

SVE beschafft sechs neue Elektrohybridbusse

Südwest Presse

Schwäbisches Tagblatt

28.11.2017

Esslingen auf dem Weg zum vollelektrischen Nahverkehr

Esslingen auf dem Weg zum vollelektrischen Nahverkehr

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgarter Zeitung

17.10.2017

Eßlinger Zeitung

17.10.2017

Elektrobusse überzeugen Winfried Hermann

 

Elektrobusse überzeugen Winfried Hermann

 

Mobilität der Zukunft ist hier Gegenwart

Stuttgarter Zeitung

18.09.2017

Auf breiter Front gegen das Stickoxid

Stuttgarter Zeitung

25.07.2017

Eßlinger Zeitung

25.07.2017

electrive.net

25.07.2017

ergänzt: 27.07.2017

Eßlinger Zeitung

ergänzt: 02.08.2017

Kontext: Wochenzeitung Nr. 331

Hauchdünne Mehrheit für O-Bus-Ausbau

Kommentar: eine Glaubensfrage

 

Stadt fährt mit dem O-Bus in die Zukunft

 

Städtischer Verkehrsbetrieb wird rein elektrisch

 

Das O-Bus-Netz schneller ausbauen

 

E-Mobilität ohne Daimler

Stuttgarter Zeitung

18.07.2017

Eßlinger Zeitung

21.07.2017

Süddeutsche Zeitung

18.07.2017

Heiße Diskussion über die richtige Technik

 

Experte erteilt reinem Elektrobus eine Abfuhr

 

Zu wenig Reichweite

ecomento.tv

25.05.2017

Esslingen will Busverkehr besser elektrifizieren

Eßlinger Zeitung

22.05.2017

Lob für das Elektrobus-Konzept

Eßlinger Zeitung

17.05.2017

Stuttgarter Nachrichten

17.05.2017

Geteilte Meinung über Elektrobus-Konzept

 

 

Der Bus-Linienkuchen wird neu verteilt

Stuttgarter Zeitung

16.05.2017

Stuttgarter Nachrichten

15.05.2017

Eßlinger Zeitung

16.05.2017

Stadt will ihr Oberleitungsnetz ausbauen

 

Stadt will ihr Oberleitungsnetz ausbauen

 

Zwei Drittel des Busverkehrs sollen unter Strom stehen

Eßlinger Zeitung

13.05.2017

Obus-Verlängerung bis Untertürkheim: Antrag der CDU

O-Bus-Verlängerung: Ökologisch sinnvolle Chance

Eßlinger Zeitung

22.08.2016

Der Teckbote

24.08.2016

neues deutschland

24.09.2016

"Esslinger restaurieren den Henschel-Obus 22 - Schon 2100 Stunden für Papas tollsten Bus"

Artikel (EZ)

Artikel (Teckbote)

 

Artikel (neues deutschland)

Eßlinger Zeitung

29.07.2016

"Ernste Gefahr für den Städtischen Verkehrsbetrieb"

Artikel

Stuttgarter Zeitung

28.07.2016

Verkehrsbetrieb steht auf der Kippe

Artikel

Stuttgarter Zeitung

08.05.2016

 

Gefahr aus Europa

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.esslingen-gefahr-aus-europa.de2750a4-4963-455d-ae58-319203dace85.html

18.02.2016

diverse

Beiträge zum Pressetermin der Vorstellung des ersten Batterie-Trolleybusses vom 15.02.2016
Eßlinger Zeitung

31.12.2015

 

 

Eßlinger Zeitung

10.11.2015

 

 

 

Eßlinger Zeitung

28.07.2015

 

 

 

Eßlinger Zeitung

18.06.2015

 

Private Busfirmen sehen Existenz bedroht

EU-Recht fordert Veränderungen – Verkehrsbetrieb soll im Spiel bleiben, Partner müssen sich bewerben

http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel1328995.cfm

Kurzbeschreibung

vollständiger Artikel

Eßlinger Zeitung

15.12.2014

 

Finanzielle Trendwende im Nahverkehr

Defizit des Verkehrsbetriebs sinkt.

http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel1255889.cfm

Eßlinger Zeitung

22.11.2014

 

 

Vollständige Pressemitteilung des VCD: Die CDU riskiert das Aus für den Obus

11.11.2014 Gemeindeklick.de

Elektro-Hybrid-Bus - Ein Projekt mit Pilotcharakter

http://www.gemeindeklick.de/esslingen-am-neckar/auto-zweirad/elektro-hybrid-bus-ein-projekt-mit-pilotcharakter-d908.html

Eßlinger Zeitung

24.10.2014

 

 Der Bus der Zukunft - Neues Modell weckt Hoffnungen für Obus

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Eßlinger Zeitung

16.08.2014

 

Voll elektrisch auf ganzer Linie

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Eßlinger Zeitung

30.07.2014

Stadt setzt auf neue Elektro-Hybrid-Busse

Artikel

Eßlinger Zeitung

23.07.2014

Auf kurzen Wegen zu Bus und S-Bahn

ESSLINGEN: Verkehrsbetrieb setzt große Hoffnungen auf neue Drehscheibe am Bahnhof - Geschäftsjahr 2013 mit leichten Verbesserungen

Von einem „Quantensprung für den öffentlichen Nahverkehr“ spricht Roland Krause. Dabei hat der Werkleiter des Städtischen Verkehrsbetriebs Esslingen (SVE) den 15. November fest im Blick. An diesem Tag wird der neue Zentrale Omnibusbahnhof offiziell eröffnet und schon einen Tag später soll ein Fahrplanwechsel das Zusammenspiel aller Buslinien untereinander und die Verbindung zur S-Bahn deutlich verbessern. Das betrifft vor allem die Hauptverkehrszeiten, während das Angebot in den verkehrsarmen Phasen gegenüber dem heutigen Stand ausgedünnt wird.
Von Christian Dörmann

Seit Februar 2013 entsteht auf dem Esslinger Bahnhofplatz der neue ZOB und gleichzeitig schafft der stadteigene Verkehrsbetrieb Strukturen für noch mehr Wirtschaftlichkeit. Da sieht Bertram Schiebel, der für den Nahverkehr zuständige Bürgermeister, das Unternehmen auf einem guten Weg, wie er gestern während der Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2013 verkündete. Das Ergebnis sei im Vergleich zu 2012 verbessert worden, aber die Wirtschaftlichkeit und die Optimierung von Abläufen seien auch künftig dominierende Themen (siehe Anhang zu diesem Beitrag).

Nicht nur für den SVE, sondern vor allem für die Fahrgäste sind der 15. und 16. November wichtige Termine. Am Samstag wird gefeiert, während am Sonntag ein neuer Fahrplan gilt und damit die sonst übliche jahreszeitlich bedingte Umstellung vorgezogen wird. Dahinter verbirgt sich ein geändertes Betriebskonzept, das gemeinsam mit den Busunternehmen Fischle, Schlienz und Schefenacker erarbeitet worden ist. „Die Busse werden nahe an die Schiene gerückt“, nennt Bertram Schiebel die Grundüberlegung. Damit werden die Umsteigebeziehungen von Bus zu Bus sowie zwischen Bus und Schiene kürzer und schneller.

Autofahrer müssen geduldig sein
Vor allem während der Hauptverkehrszeiten sollen auch die Kapazitäten hochgefahren werden, damit noch mehr Fahrgäste als heute ihr Ziel in möglichst kurzer Zeit erreichen. Doch weil die Politik eindeutig zur Vorgabe gemacht hat, den künftigen Betrieb kostenneutral zu gestalten, muss an anderer Stelle reduziert werden. Der Bürgermeister: „In den Randzeiten wird es zum Teil Verschlechterungen geben.“

Der Bahnhofplatz wird in seiner Funktion als zentrale Drehscheibe für den Nahverkehr noch mehr aufgewertet. Durch den neuen integralen Taktverkehr treffen 13 Buslinien innerhalb von zwei Minuten am ZOB ein und verlassen ihn kurz darauf nahezu geschlossen wieder. Während dieser Phasen müssen sich die Autofahrer auf etwas längere Wartezeiten vor den Ampeln einstellen, doch danach herrscht an den Bussteigen für etwa zehn Minuten Ruhe.

Eine „Dynamische Fahrgast Information“ (DFI) wird dafür sorgen, dass die Fahrgäste jederzeit in Echtzeit darüber im Bilde sind, wann ihr Bus kommt, ob er sich verspätet, und von welchem Bussteig er abfährt. Zwei große Übersichtstafeln werden auf dem Backshop und über der Treppe zur Unterführung informieren, weitere neun Tafeln befinden sich direkt an den Bussteigen. Was die Abfahrts- und Ankunftszeiten der S-Bahn anbelangt, hätten es Schiebel und SVE-Betriebsleiter Harald Boog gern gesehen, wenn diese Informationen gleich in die Anzeigentafeln des Verkehrsbetriebs mit integriert worden wären. Aber die Bahn hat laut Schiebel auf einer eigenen Tafel bestanden. So muss sich der Fahrgast nun seine Informationen auf zwei Tafeln zusammensuchen. Jede Umstellung, auch wenn sie mit moderner Technik begleitet wird, bringt Unsicherheiten mit sich. Der SVE wird daher in den ersten Tagen Personal abstellen, das den Fahrgästen bei der Orientierung hilft.

Die Bilanz für 2013
Das Betriebsdefizit des Städtischen Verkehrsbetriebs Esslingen (SVE) lag 2013 mit vier Millionen Euro um 200 000 Euro unter dem Vorjahresergebnis. Der Kostendeckungsgrad betrug 80,11 Prozent und bewegte sich so um 1,36 Prozentpunkte über dem von 2012. Bundesweit erreichten die Nahverkehrsunternehmen einen Kostendeckungsgrad von 77,1 Prozent. Vor elf Jahren hatte der SVE beim Kostendeckungsgrad noch um knapp zwölf Prozentpunkte besser abgeschnitten als der Bundesdurchschnitt. Einer Ertragssteigerung von rund vier Prozent standen 2013 Kostensteigerungen von 2,7 Prozent gegenüber, womit insgesamt ein verbessertes Jahresergebnis erzielt worden ist. Beeinflusst wurden die Kosten durch einen um fast 1,2 Prozent gestiegenen Durchschnittspreis für die Kilowattstunde Strom. Dafür ist der Einkaufspreis für Diesel im Laufe des Jahres um 4,75 Prozent gesunken. Auswirkungen hatten auch die Bauarbeiten für den neuen Busbahnhof. Die Linien 101 und 118 konnten nicht im Obusbetrieb gefahren werden und wurden von Strom auf Diesel umgestellt. Und um die Obus-Linie 101 118 während der Bauzeit betreiben zu können, mietete der SVE zwei Diesel-Gelenkbusse.

Eßlinger Zeitung

25.03.2014

Verkehrsbetrieb präsentiert neue Stadtbusse

Artikel

Eßlinger Zeitung

28.01.2014

Der Batterie gehört die Zukunft

Artikel

Eßlinger Zeitung

10.12.2013

Busverkehr auf dem Prüfstand

Artikel    Artikel

Stadt Esslingen

05.08.2013

Vorjahresbilanz wird nicht gehalten

Artikel

Eßlinger Zeitung

03.08.2013

Verkehrsbetrieb macht 4,2 Millionen Euro Defizit

Artikel

Eßlinger Zeitung

24.07.2013

Roland Krause ist neuer Werkleiter beim Städtischen Verkehrsbetrieb

Artikel

Die Webzeitung Stuttgart

22.07.2013

SVE will mit Roland Krause Herausforderungen meistern

Artikel

Eßlinger Zeitung

18.05.2013

Stadt stellt den Werkleiter frei

Artikel

Stuttgarter Zeitung

26.02.2013

Mögliche Verlängerung nach Berkheim mit Batterie-Obussen

Artikel

gruene-esslingen

11.02.2013

Elektromobilität: Förderzusage „TrolleyPlus“ für Esslingen

http://www.gruene-esslingen.de/gemeinderat/positionen/festoerweiterung-und-verkehrsknoten.html

Eßlinger Zeitung

24.01.2013

Verkehrsbetrieb auf dem Prüfstand

Artikel

Eßlinger Zeitung

16.08.2012

Ausstellung 100 Jahre Nahverkehr noch bis Sonntag

EZ Service

Eßlinger Zeitung

15.08.2012

Technik mit Zukunftspotenzial

Blickpunkt: Oberleitungsbusse

Omnibus Revue

03.07.2012

Gemeinsam für den Obus: Eberswalde, Esslingen und Solingen

http://www.omnibusrevue.de/gemeinsam-fuer-den-obus-declaration-for-electric-trolleybus-mobility-1129590.html

http://www.trolley-project.eu/

Eßlinger Zeitung

25.06.2012

100-jähriges Jubiläum des SVE

Fest der Mobilität

Stuttgarter Zeitung

08.06.2011

 

Busverkehr in Esslingen

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.busverkehr-in-esslingen-zahl-der-schwarzfahrer-geht-zurueck.5de459bb-69db-47e3-a87c-5bafb19219b7.html

Stuttgarter Zeitung

02.11.2010

 

Seit 66 Jahren unter Strom

Oberleitungsbusse in Esslingen

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2691802_0_4244_-oberleitungsbusse-in-esslingen-seit-66-jahren-unter-strom.html

Eßlinger Zeitung

06.09.2010

 

Sonst schlägt's Funken

ESSLINGEN: Das Lenken eines O-Busses erfordert viel Fingerspitzengefühl - Hilfsaggregat für Notfälle

http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel597802.cfm

Eßlinger Zeitung

21.04.2010

 

Rollende Botschaft für den Klimaschutz

ESSLINGEN: Stadt startet Werbeaktion mit einem eigenen Klima-O-Bus - Der soll die Bürger sensibilisieren und motivieren

http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel543952.cfm

Eßlinger Zeitung

10.07.2009

 

Die große Welt im Kleinformat

ESSLINGEN: Stadtmuseum zeigt einen Miniatur-Oberleitungsbus der Firma Eheim

http://www.ez-online.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel444606.cfm

Eßlinger Zeitung

01.07.2009

 

Mit noch mehr Qualität gegen das Defizit

ESSLINGEN: Verkehrsbetrieb stellt Jahresbilanz vor - Verlust steigt auf 4,1 Millionen Euro

http://www.ez-online.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel441397.cfm

Stuttgarter Nachrichten

19.06.2009

 

Zukunft gehört dem Obus

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2096534_0_2013_-vorreiter-esslingen-baut-netz-aus-zukunft-gehoert-dem-o-bus.html

Eßlinger Zeitung

19.06.2009

 

Das System der Zukunft

ESSLINGEN: Kongress im Neckar Forum beschäftigt sich mit dem Elektrobus - Schiebel will O-Bus-Netz ausbauen

http://www.ez-online.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel437116.cfm

Eßlinger Zeitung

03.01.2009

Fahrplan auf dem Prüfstand

ESSLINGEN: Neuer Chef will mehr Kunden für die Busse gewinnen - Direkte Verbindung zum Flughafen als Nahziel

Der neue Werkleiter des Städtischen Verkehrsbetriebs Esslingen (SVE) verfolgt ehrgeizige Ziele. Mickaél Pandion (45), der im Herbst seine Arbeit aufgenommen hat, will die Fahrgastzahlen steigern und die Wirtschaftlichkeit verbessern. Pandion hat Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Verkehr studiert. Zuletzt war er als Planer bei einem Verkehrsbetrieb in Darmstadt. Mit ihm sprach Hermann Dorn.

20 Prozent der Menschen, die in Esslingen mit motorisierten Verkehrsmitteln unterwegs sind, entscheiden sich für den Bus. 80 Prozent fahren mit dem Auto. Lässt sich der Anteil des Öffentlichen Nahverkehrs noch steigern?

Pandion: Für eine Stadt, die auf Busse und Obusse setzt, ist das ein sehr hoher Wert. Trotzdem strebe ich an, ihn auf 21 oder 22 Prozent zu erhöhen. Das ist aber ein sehr ehrgeiziges Ziel.

Wo liegen die Chancen, neue Kunden für den Öffentlichen Nahverkehr zu gewinnen?

Pandion: Ich setze auf einen attraktiveren Fahrplan. Noch handelt es sich um erste Überlegungen. Aber wir werden alle Angebote auf den Prüfstand stellen. Ich meine, dass der Fahrplan zu stark auf die S-Bahn ausgerichtet ist. Hinter dem heutigen System steht die Vorstellung, dass die meisten Fahrgäste auf die S-Bahn umsteigen. Das stimmt aber nicht. 70 Prozent der Kunden erreichen mit dem Bus direkt ihr Ziel. Nur 30 Prozent steigen um. Diese Faustregel gilt auch für Esslingen.

Die engere Verzahnung der Fahrpläne für Busse und S-Bahnen gilt als großer Fortschritt der vergangenen Jahre. Stellen Sie ihn in Frage?

Pandion: Nein. Diese Abstimmung war im Prinzip richtig. Man darf aber nicht den gesamten Fahrplan auf die S-Bahn ausrichten. Es gibt in der Stadt einige Linien, deren Verlauf sich über weite Strecken kaum unterscheidet. Heute erreichen und verlassen diese Busse den Bahnhof nahezu gleichzeitig. Das führt dazu, dass unsere Kunden bei der An- oder Abfahrt der S-Bahn oftmals zwischen zwei Buslinien wählen können, die in zumutbarer Entfernung ihrer Wohnung verlaufen. Diesen Komfort leisten wir uns um den Preis, dass zwischendurch eine Viertel- oder abends sogar eine halbe Stunde gar nichts geht.

Was schlagen Sie vor?

Pandion: Soweit bin ich noch nicht. Wir müssen aber prüfen, ob wir Abfahrtszeiten für Busse mit ähnlichen Zielen entzerren. Viele Fahrgäste hätten dann den Vorteil, dass wir auch abends im Prinzip von einem 30- zu einem 15-Minuten-Takt kommen. Das gilt allerdings mit der Einschränkung, dass unsere Kunden mitunter auch die Buslinien benutzen, die nicht direkt an ihrer Wohnung vorbeiführen.

Der Städtische Verkehrsbetrieb muss den Fahrplan mit vielen Partnern abstimmen. Glauben Sie, dort offene Ohren zu finden?

Pandion: Das muss man sehen. Natürlich kann ich den privaten Busfirmen, der END oder dem VVS nichts vorschreiben. Die Stadt Esslingen hat aber die Aufgabe, sich um einen funktionierenden Verkehr zu bemühen. Ich setze darauf, dass unsere Partner für überzeugende Argumente zugänglich sind.

Wie sieht die Zukunft der Buslinie aus, die von Esslingen zum Flughafen führt?

Pandion: Wir wollen die Fahrzeit deutlich verkürzen. Sie beträgt heute 35 Minuten. Die Busse müssen ihre Ziele direkter ansteuern und weniger Haltestellen bedienen. Dann dauert die Fahrt nur noch 25 Minuten. Dieses Ziel möchte ich spätestens 2010 umsetzen.

Haben Sie weitere Ideen, wie Sie dem Öffentlichen Nahverkehr mehr Rückenwind verleihen können?

Pandion: Vorstellen kann ich mir viel. An Silvester oder Fasching gibt es nach Mitternacht den Bedarf nach zusätzlichen Angeboten. Das Problem ist, dass wir uns mit dem Verkehrsverbund Stuttgart nur schwer über die finanziellen Folgen verständigen können.

Ist der VVS ein Hemmschuh?

Pandion: Wenn es um Versuche geht, den Öffentlichen Nahverkehr weiterzuentwickeln, trifft das zu. Wir müssen alle Kosten für zusätzliche Angebote tragen. Die Einnahmen aus den Fahrscheinen wandern aber an den VVS. Von diesem Geld sehen wir so gut wie nichts. Dieses Problem stellt sich auch am Bahnhof. Die Stadt wertet diese Drehscheibe mit riesigem Aufwand auf und eröffnet damit die Chance, mehr Fahrgäste für den Öffentlichen Nahverkehr zu gewinnen. Selbst wenn diese Rechnung aufgehen sollte, wird der VVS aber kaum mehr Geld an uns überweisen.

Der Verkehrsbetrieb schafft es heute, 80 Prozent seiner Kosten zu erwirtschaften. Der jährliche Verlust von knapp vier Millionen Euro wird mit dem Ertrag aus einem städtischen Fonds gedeckt. Lässt sich der Deckungsgrad noch steigern?

Pandion: Er ist heute schon ungewöhnlich hoch. Trotzdem werde ich versuchen, ihn noch zu verbessern. Wir können versuchen, unsere Busse und Mitarbeiter gezielter einzusetzen. Ich sage aber auch klar, dass es nicht das Ziel sein kann, Leistungen zu reduzieren oder über eine Fremdfirma schlecht bezahlte Busfahrer einzustellen.

Wie sieht es mit der Sicherheit in den Bussen aus?

Pandion : Wir werden die Kontrollen abends verstärken. Davon versprechen wir uns ein besseres Sicherheitsgefühl der Fahrgäste. Die höheren Einnahmen, die einschließlich der Verwarnungsgelder zu erzielen sind, kassiert allerdings auch in diesem Fall der VVS.

Esslingen gehört zu den wenigen Städten, die auf Obusse setzen. Hat diese Technik eine Zukunft?

Pandion: Als Fernziel kann ich mir einen Ausbau dieser Technik gut vorstellen. Sie ist energiepolitisch sinnvoll, erzeugt weniger Lärm und wirkt sich positiv auf die Luftqualität aus. Über neue Linien, auf denen sich der Einsatz von Obussen anbietet, muss man noch nachdenken.

Eßlinger Zeitung

04.07.2008

 

 

Dem Obus soll die Zukunft gehören

ESSLINGEN: Scheidender Werksleiter sieht Verkehrsbetrieb auf gutem Weg - Mehr Qualität bei konstantem Defizit

Von Hermann Dorn

Wenn Rudolf Obenland in Kürze sein Büro im Städtischen Verkehrsbetrieb (SVE) räumt und in Rente geht, nimmt er die Überzeugung mit, dass die Weichen richtig gestellt sind. Dem Obus, an den er immer geglaubt hat, sagt er eine große Zukunft voraus. Steigende Fahrgastzahlen freuen ihn beim Abschied ebenso wie geordnete Finanzen. Nachdem seine Verdienste um den Verkehrsbetrieb auf einem offiziellen Termin der Stadt bereits gewürdigt worden sind, hat Obenland gestern zusammen mit Finanzbürgermeister Bertram Schiebel noch einmal die Bilanz des Unternehmens vorgestellt. Sie fällt aus Sicht der Verantwortlichen für 2007 ebenso positiv aus wie für Obenlands Wirken insgesamt. „Die Stadt kann mit ihrem Verkehrsbetrieb sehr zufrieden sein“, befand Schiebel vor der Presse. Dass das Defizit mit 3,6 Millionen Euro trotz steigender Spritpreise, verbesserter Leistungen und geringerer Zuschüsse nahezu konstant geblieben ist, wertet er als „Superergebnis“.

Wichtig ist dem Bürgermeister die Qualität. Stolz berichtet er, die Fortschritte für die Fahrgäste seien mit Händen zu greifen. So hat der SVE das Angebot auf den Linien 105 und 118 ausgebaut. Moderne Bildschirme informieren die Fahrgäste mittlerweile in 14 Bussen über den Verlauf der Linien und über die Haltestellen. Für bemerkenswert halten es Schiebel und Obenland auch, dass es dank kräftiger Investitionen gelungen ist, die vor zehn Jahren überalterte Busflotte einer Generalüberholung zu unterziehen. Die Fahrzeuge sind heute durchschnittlich fünf Jahre alt. Zum Vergleich: Bundesweit sind es sechs Jahre.

Große Stücke hält Obenland auf die Obusse. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.“ Dass es ihm wegen der ungünstigen Großwetterlage nicht vergönnt war, den Ausbau dieses Systems voranzutreiben, bedauert er. „Leider genießt es in Deutschland bislang keine große Sympathie.“ Naheliegend wäre es aus seiner Sicht vor allem, die Oberleitung von Zollberg nach Nellingen zu verlängern. Interessant fänden er und Schiebel es grundsätzlich auch, die nördlichen Stadtteile einzubeziehen. Mit Blick auf die Schweiz, Frankreich, England, USA und Osteuropa ist er aber überzeugt, dass sich diese Technik auch in Deutschland früher oder später durchsetzt.

Sehr gut entwickelt hat sich das Nacht-Taxi. „Ein richtiger Renner“, sagt Obenland. 2007 haben 3200 Fahrgäste diesen Service genutzt, der am Wochenende am Esslinger Bahnhof angeboten und vom SVE mit 4,48 Euro pro Fahrt subventioniert wird. Im laufenden Jahr zeichnet sich bereits ab, dass die bisherigen Höchstzahlen wieder deutlich übertroffen werden.

Das Zahlenmaterial für die Fahrgäste in den Bussen ist dagegen wenig belastbar. Schiebel geht davon aus, dass 20 Prozent des gesamten Verkehrs in Esslingen über dieses Angebot abgedeckt werden. „Die Tendenz ist eindeutig steigend“, behauptet er. Noch kann er diese Einschätzung nicht mit Daten belegen. Das soll sich aber ändern. „Wir arbeiten an einer zuverlässigen Methode, um die Zahlen zu erfassen.“

Esslinger Woche

09.05.2008

 

 

 

Bus gegen Schienenverkehr

Esslingen, red. Vor kurzem schilderte Bürgermeister Bertram Schiebel vor der Presse die Lage des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Esslingen. Der Umfragewert der kürzlich durchgeführten Bürgerbefragung ergab die Note 2,26. „Das bescheinigt uns ein gutes Angebot im öffentlichen Nahverkehr", so Schiebel. Aber der Wert lasse sich noch verbessern.

Verbesserungen wünschen sich auch die Bürger, denn 11,8 Prozent der Befragten sind dafür, den ÖPNV insbesondere in den Abend- und Nachtstunden weiter auszubauen sowie die Attraktivität des Angebots zu verbessern.

Hoher Stellenwert

Der Nahverkehr in Esslingen habe einen hohen Stellenwert, das sei auch am Anteil der öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten motorisierten Verkehraufkommen erkennbar, zeige das Ergebnis einer Verkehrsanalyse aus dem Jahr 2003. Diese habe ein gesamtes motorisiertes Verkehrsaufkommen von 20,5 Prozent ergeben. Das sei ein hervorragender Wert zumal diese Leistung mit Bussen erbracht werde, so Schiebel.

Reifen versus Schienen

Dass derzeit bei der Überarbeitung des Nahverkehrsplans des Landkreises der Schienenverkehr bevorzugt und das Busangebot vernachlässigt werde, kann Schiebel nicht verstehen. Er rät von einer Erweiterung des Schienennetzes ab, da die Beförderung von Personen mit dem Bus effizienter und ökologischer erbracht werden könne. Der Kohlendioxidausstoß beim Linienbus sei um 21 Prozent geringer als bei der Eisenbahn. Esslingen setze schon seit Jahren auf den Betrieb von Obussen und liefere damit einen positiven Beitrag zum Umweltschutz. Als Qualitätsgewinn sieht Schiebel den Bau des Zentralen Omnibusbahnhofs. Nach Fertigstellung des Projekts verspricht er sich verkürzte Wartezeiten und direktere Verbindungen.
 

Eßlinger Zeitung

30.04.2008 / 01.05.2008

 

 

Schiebel sieht VVS auf dem falschen Gleis

ESSLINGEN: Bürgermeister will Busanbindung weiter verbessern und kritisiert Bevorzugung des Schienenverkehrs

Die Esslinger geben den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Stadt gute Noten. Bei einer Bürgerbefragung im Rahmen des Strategieprozesses ES 2027 bewerteten 68 Prozent der Befragten das Angebot als sehr gut oder gut. „Das beweist, dass Nahverkehr auch mit Bussen erfolgreich sein kann", sagt Finanzbürgermeister Bertram Schiebel und kritisiert, dass der Nahverkehrsplan für den Landkreis vor allem auf den Ausbau des Schienenverkehrs setzt.

von Kornelius Fritz

Der ÖPNV ist den Esslingern wichtig. Auf die Frage, welche Themen sie anpacken würden, wenn sie Oberbürgermeister wären, nannten 11,8 Prozent den Ausbau des Nahverkehrs. Damit steht das Thema auf der Prioritätenliste der Bürger auf Platz 3, gleich hinter der Verbesserung der Kinderbetreuung und dem Ausbau der Jugendeinrichtungen. Die Botschaft ist im Esslinger Rathaus angekommen: „Wir bleiben nicht stehen", verspricht Bertram Schiebel. Obwohl die Bürger den Nahverkehr in der Stadt mit der Durchschnittsnote 2,26 insgesamt positiv bewerten, sieht der Finanzbürgermeister noch Verbesserungsmöglichkeiten. Zum Beispiel auf der Linie 104 nach Sirnau oder der 113 nach Berkheim: Auf beiden Strecken fahren die Busse teilweise auf verschlungenen Wegen, der 113er fährt sogar zwei verschiedene Routen: „Das ist natürlich nicht besonders attraktiv", weiß Schiebel.

Auch bei den Taktzeiten und den Wartezeiten beim Umsteigen könne manches noch besser werden, glaubt der Finanzbürgermeister. Große Hoffnungen setzt er dabei auf den neuen Busbahnhof, der voraussichtlich 2011 in Betrieb gehen soll. Weil dann die Wege kürzer werden und die Fahrgäste beim Umsteigen keine Straße mehr überqueren müssen, könnten die Anschlüsse dann noch einmal optimiert werden, sagt der Bürgermeister und verspricht: „Wir kämpfen um jede Sekunde." Weil allerdings fast jede Verbesserung mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, sieht es Schiebel mit Sorge, dass der neue Nahverkehrsplan, den der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) für den Landkreis Esslingen erarbeitet hat, in erster Linie auf einen Ausbau des Schienenverkehrs setzt. „Ein Verbesserungspotenzial bei Bussen wird so gut wie nicht aufgezeigt", lautet seine Kritik. Dabei liefere Esslingen den Beweis dafür, dass ein gut ausgebautes Busnetz für die Bürger genauso attraktiv sei. 95 Prozent der Esslinger wohnen nach Schiebels Angaben höchstens 300 Meter von der nächsten Bushaltestelle entfernt, zu den Hauptverkehrszeiten gelte auf allen wichtigen Linien ein Viertelstundentakt. „Wir übertreffen damit alle Qualitätsanforderungen, die im Nahverkehrsplan aufgeführt sind, bei weitem", betont Schiebel. Das spiegele sich auch in der hohen Akzeptanz des ÖPNV wider: Mit einem Anteil von 20,5 Prozent am gesamten innerstädtischen Verkehr liegt Esslingen über dem Durchschnittswert im VVS und belegt unter den Städten im Landkreis den Spitzenplatz. Und selbst unter ökologischen Gesichtspunkten sei der Bus besser als sein Ruf, betont Schiebel und legt eine Energiebilanz vor, wonach der CO2-Ausstoß bei einem Linienbus im Nahverkehr mit 75 Gramm pro Person und Kilometer deutlich unter dem der Bahn (95 Gramm) liege. Die Ökobilanz des Esslinger Nahverkehrs fällt durch den Einsatz von Oberleitungsbussen auf den Linien 101 und 118 sogar noch positiver aus. Pro Jahr würden dadurch 460 Tonnen CO2 eingespart, berichtet Rudolf Obenland, Werkleiter des Städtischen Verkehrsbetriebs (SVE). Schiebel würde sich deshalb eine Erweiterung des Oberleitungsnetzes zum Beispiel nach Nellingen wünschen. Doch das sei nicht möglich, solange der Busverkehr in der Region das fünfte Rad am Wagen sei.

Eßlinger Zeitung

28.11.2007 (Auszug)

 

 

Mehr Busse im Einsatz

ESSLINGEN: Änderungen zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember

(cid) - Vom 9. Dezember an gibt es auf verschiedenen Esslinger Buslinien Veränderungen. Wie der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) und der Städtische Verkehrsbetrieb Esslingen (SVE) mitteilen, fahren nach dem Fahrplanwechsel teilweise mehr Busse oder die Abfahrtszeiten haben sich geändert.

Buslinie 101
Zwischen Obertürkheim, Esslingen Bahnhof und Lerchenäcker fahren vom 9. Dezember an mehr Busse. Der 15-Minuten-Takt auf der Stadtverkehrslinie 101 wird montags bis samstags bis 20 Uhr verlängert. Damit reagieren VVS und SVE auf die längeren Ladenöffnungszeiten in Esslingen.

Buslinie 102/103
Auch zwischen Zell, Esslingen Bahnhof und Mettingen/Hedelfingen fahren künftig mehr SVE-Busse. Im Spätverkehr (30-Minuten-Takt) werden montags bis samstags und an Sonntagen ganztägig vier statt drei Busse der Linien 102/103 eingesetzt. Laut VVS wird dadurch die Fahrzeit im Spätverkehr derjenigen während des Tages entsprechen. Es besteht dann am Bahnhof Esslingen Richtung Oberesslingen-Zell wieder Anschluss zur S-Bahn S1. Wie bei der Linie 101 wird der 15-Minuten-Takt bis etwa 20 Uhr verlängert.

Buslinie 105
Mehr Busse fahren vom Fahrplanwechsel an ebenso zwischen Esslingen Bahnhof und Haltestelle Am Schönen Rain. Der 30-Minuten-Takt wird verdichtet. Von 10 bis 19 Uhr fahren die Busse künftig alle 20 Minuten. Damit reagieren VVS und SVE auf steigende Fahrgastzahlen.

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Buslinie 118
Zwischen dem Esslinger Bahnhof, der Pliensauvorstadt und dem Zollberg fahren die Busse der Linie 118 künftig abends länger. So fahren die Busse vom 9. Dezember an von Montag bis Samstag bis zur letzten Abfahrt um 21.57 Uhr zum Zollberg alle 30 Minuten. Seither fuhr der letzte Bus vom Bahnhof Esslingen aus werktags um 18.53 Uhr und an Samstagen bereits um 16.13 Uhr zum Zollberg.

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Alle Änderungen zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember findet man auch im Internet.
www.vvs.de

Stuttgarter Zeitung

22.10.2007

Rubrik "Kreis Esslingen"

2 Artikel mit Abbildungen von Obus 218 und Obus 22

 

Der Elektroantriebler besitzt eine Zukunft

Esslinger „Obusse" gelten als klimafreundliche Alternative

ESSLINGEN. Nur noch in drei deutschen Städten sind Oberleitungsbusse in Betrieb. Eine davon ist Esslingen. Galten die elektrifizierten Fahrzeuge auch hier schon als Auslaufmodelle, werden sie inzwischen als Hoffnungsträger für den Klimaschutz gehandelt.

Von Wolfgang Berger

Was hat Esslingen mit São Paulo, Peking, Teheran und San Francisco gemeinsam? Den Oberleitungsbus. Während sich alle anderen deutschen Städte von den Obussen verabschiedet haben, hält hierzulande außer Solingen und Eberswalde nur noch die ehemalige freie Reichsstadt an dem elektrisch angetriebenen Verkehrsmittel fest. Der Fuhrpark des Städtischen Verkehrsbetriebs Esslingen (SVE) umfasst zurzeit neun Obusse vom Typ Van Hool AG300T. Die Niederflurgelenkbusse sind 18 Meter lang und bieten 45 Sitz- und 98 Stehplätze. Diese Busse, auch Trolleys genannt, bedienen seit dem Jahr 2002 die Neckarachse von Obertürkheim bis Lerchenäcker (Linie 101) sowie die Strecke vom Bahnhof auf den Zollberg (Linie 118). Insgesamt decken die Obusse eine Streckenlänge hin und zurück von 30 Kilometern ab.
Für den SVE-Werkleiter Rudolf Obenland steht außer Frage, dass sich die Oberleitungsbusse bewährt haben und dass sie auch in Zukunft konkurrenzfähig sein werden. Dass bis in die späten 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts etwa 60 deutsche Städte von Obussen auf Straßenbahnen oder Dieselbusse umgestiegen sind - als Gründe wurden zu hohe Kosten und eine zu geringe Flexibilität der Obusse angeführt -, ist für Rudolf Obenland kein Grund, am Sinn des elektrifizierten Busbetriebs zu zweifeln.

Obusse sind sauber und leise

Ein zentrales Argument für den Obus ist dessen Umweltfreundlichkeit. Er verpestet die Luft nicht mit Abgasen und fährt auch leiser als ein Dieselfahrzeug. Zwar muss auch der Strom erzeugt werden, den ein Obus benötigt, laut Obenland ist dessen Ökobilanz gleichwohl positiv, weil für die Erzeugung beispielsweise Wasserkraft eingesetzt werden könne. „Die Obusse mit ihren klimaschonenden Oberleitungen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Stadt Esslingen 2006 mit dem 1. Preis im Klimaschutz in der Kategorie bis 100000 Einwohner ausgezeichnet worden ist", behauptet Obenland. Dabei wird der Werkleiter von einer Studie bestätigt, in der die Fachhochschule Köln eine Energie-, Kosten- und Emissionsbilanz aufgestellt hat. Das Fazit lautet, dass moderne Oberleitungsbusse „die Atmosphäre mit erheblich geringeren Schadstoffen als eine gleichgelagerte Dieselbusflotte belasten". Dies gelte insbesondere bei lokal emissionsfrei erzeugtem Strom. Die Obusse der neuen Generation sind zudem in der Lage, wie elektrisch angetriebene Schienenfahrzeuge auch, Bremsenergie in die Oberleitung rückzuspeisen. Wenn ein Trolley also den Zollberg hinabfährt, könnte er Strom zurück ins Netz einspeisen. Theoretisch. In der Praxis ist es so, dass die fünf Einspeisepunkte in Esslingen dafür nicht die technischen Voraussetzungen bieten.

Werkleiter sieht Ausbaupotenzial

In den Jahren 1992/1993 gab es in Esslingen einen Versuch mit sogenannten Duobussen, Fahrzeuge, die wahlweise mit Strom und mit Dieselkraft angetrieben werden können. Das Forschungsprojekt wurde von Professor Helmut Förschner von der Esslinger Fach-hochschule für Technik wissenschaftlich begleitet. Es zeigte sich dabei, dass der Nutzen der Stromgewinnung minimal war. „Der Wirkungsgrad lag im einstelligen Prozentbereich und war miserabel", erinnert sich Förschner. Das Problem sei zum einen die Netzstruktur von Esslingen gewesen, zum anderen habe es damals am Antriebskonzept der Duobusse gehapert. Zur SVE-Flotte zählen zurzeit noch zwei Duobusse, die allerdings schon zwölf Jahre auf dem Buckel haben.
Insgesamt ist der Esslinger Gemeinderat ein Befürworter des Obusses. Zwischenzeitlich stand dessen Zukunft auf der Kippe. Als sich jedoch die Kosten für einen Van-Hool-Bus von zunächst einer Million Euro auf dann 500 000 Euro pro Stück halbierten, schaltete das Gremium die Ampel auf Grün - trotz der Wartungskosten von jährlich etwa 150000 Euro für das gesamte Netz.
Für den Betrieb der Obusse eignet sich ein wechselhaftes Höhenprofil besonders, weil sich dadurch das Rückspeisepotenzial erhöht. Zwar ist Esslingen nicht so wellig wie Solingen, doch Obenland fallen auch hier spontan drei Linien ein, die sich für eine Elektrifizierung eignen würden, beispielsweise die Verlängerung der Linie 118 nach Ostfildern, oder auch die Strecken zum Jägerhaus oder zu den nördlichen Stadtteilen RSKN. Doch so einfach ist es nicht. Um die Oberleitungsinfrastruktur entsprechend auszubauen, müsste laut Obenland „sehr viel Geld" in die Hand genommen werden.

 

Als der Oberleitungsbus die Straßenbahn verdrängte

Esslingen stellte Nahverkehrssystem 1944 um - Entwicklung vor allem in den USA und Großbritannien forciert

ESSLINGEN. Oberleitungsbusse gehören seit 1944 zum Esslinger Stadtbild. Sie ersetzten die „Eßlinger Städtische Straßenbahn", die 1912 eingeweiht worden war. Die Geschichte der Obusse beginnt allerdings schon im Jahr 1882 nahe Berlin.

Von Wolfgang Berger

Man schrieb das Jahr 1882. Auf dem Kurfürstendamm von Halensee nahe Berlin wurde am 29. April der „Elektromote", der weltweit erste und von Werner von Siemens entwickelte Oberleitungsbus auf Jungfernfahrt geschickt. Der Strom wurde von einem achträdrigen Kontaktwagen aus der Oberleitung gezogen, den der Elektromote als Anhängsel dabei hatte. Die beiden Elektromotoren hatten eine Leistung von jeweils 2,2 Kilowatt und wurden mit 550 Volt Gleichstrom betrieben. Zwar wurde die 540 Meter lange Versuchsstrecke schon nach sechs Wochen aufgegeben, die weitere Entwicklung der Oberleitungsbusse war nach dieser Initialzündung aber nicht mehr aufzuhalten.
Einen Schub erfuhr der Elektroantriebler durch Max Schiemann. Der Dresdner erfand zu Beginn des 20. Jahrhunderts das durch Federkraft angepresste Kontaktstangensystem. Diese Technik zur Stromabnahme ist vom Prinzip her auch heute noch gebräuchlich.

Am 24. Mai 1912 hielt die Elektrifizierung schließlich in Esslingen Einzug. An diesem Tag wurde die erste Straßenbahnlinie von Oberesslingen nach Obertürkheim eingeweiht. Eine zweite Linie, vom Bahnhof zum Charlottenplatz über den Marktplatz, Rathausplatz und die Küferstraße, wurde wenige Monate später in Betrieb genommen. Der Fahrpreis für diese Strecke betrug damals übrigens fünf Pfennige.
Währenddessen wurde die Entwicklung an den Oberleitungsbussen oder Trolleys vor allem in den USA und in Großbritannien forciert. In den Staaten, wo sich der Trolley besonderer Beliebtheit erfreute, wurde schließlich ein Stromabnehmer konstruiert, der die Busse auf eine Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde beschleunigte.
Nach einer Blütezeit geriet die Straßenbahn in Esslingen während des Zweiten Weltkriegs in die Krise. Die Wartung der Betriebsanlagen erwies sich zunehmend als schwierig, und so ersetzte Esslingen als erste Stadt in Württemberg 1944 ihre Straßenbahn durch Oberleitungsbusse. Über den Zollberg bis nach Nellingen und Denkendorf verkehrte die Straßenbahn allerdings noch bis 1978. Drei Jahre zuvor hatte der Obus einen Bruder bekommen, den sogenannten Duobus. Dieses Fahrzeug war als Antwort auf die Ölkrise entwickelt worden. Wo die Oberleitung endete, konnten diese Busse mit Hilfe einer eingebauten Batterie weiterfahren. Wie sich zeigte, hatten die Batterien aber eine geringe Lebensdauer und waren wartungsintensiv. Aus Kostengründen löste bei den Duobussen der Dieselantrieb die Batterien ab. Während sich beispielsweise Genf unlängst mit 34 modernen Duobussen eingedeckt hat, sollen die verbliebenen zwei Hybride im SVE Fuhrpark im kommenden Jahr aus dem Verkehr gezogen werden. Ob einer davon denselben Weg geht wie das Fahrzeug mit der Betriebsnummer 22, wird sich zeigen. Der 1962 gebaute Obus wurde abgemeldet, weil er bei der Sicherheitsprüfung durchgefallen war. 2005 wurde er ins Straßenbahnmuseum Zuffenhausen überführt.

Obus-Superlative

Weltweit verkehren zurzeit etwa 40000 Oberleitungsbusse. Die meisten davon sind auf russischen Straßen unterwegs. In 89 Städten transportieren mehr als 14000 Fahrzeuge die Menschen von A nach B. Viele dieser Fahrzeuge müssten aufgrund ihres Zustands jedoch ausgetauscht werden. An der Spitze liegt Moskau mit 1600 Trolleys. Das älteste, durchgehend in Betrieb befindliche Oberleitungsbusnetz der Welt befindet sich in Schanghai, es wurde 1914 eingeweiht. Die längste Linie verbindet auf der Halbinsel Krim die Städte Simferopol und Jalta und führt durch eine reizvolle Landschaft. Die Distanz beträgt 86,5 Kilometer. Der größte Obus ist der „lighTram3". Der Doppelgelenkbus ist knapp 25 Meter lang und bietet Platz für mehr als 200 Passagiere. Der Riese mit einem Leergewicht von rund 26 Tonnen wird insbesondere in Schweizer Städten eingesetzt. In Genf, Zürich, St. Gallen und Luzern mussten wegen der Dimensionen die Haltestellen umgebaut werden.

 

 

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